Neben diversen Schreibwerkstätten wie bspw. dem poeten|pub (Donnerstags, 18 Uhr, in der Stadtbibliothek) oder der Schreibwerkstatt des 1. Chemnitzer Autorenvereins (Mittwochs im Kraftwerk), wird es im Sommer noch zwei weitere Kurse in Kreativem Schreiben geben.
Zur Sommerakademie übernimmt der Leipziger Autor, Philosoph und Absolvent des deutschen Literaturinstituts, Jan Kuhlbrodt, vom 26. – 29. Juli die Leitung des Workshops Kreatives Schreiben. Die Kursteilnehmer können hier unter professioneller Anleitung verschiedene Textformen ausprobieren – sei es Lyrik, Prosa oder auch ein Dramatisches Stück.
Noch vorher, vom 26.6. – 1.7., leitet Sonntraut Diwald jeweils ab 16 Uhr das Seminar Kreatives Schreiben im Rahmen der Sommerwerkstatt.KOMM.
Für alle Autoren und die, die sich auf dem Weg dahin befinden, gibt es also im Sommer attraktive Zusatzangebote. Frohes Schreiben!
Obwohl Die Dame mit Hut im Urlaub ist, tut sich in der Chemnitzer Poetry-Slam-Landschaft etwas – und das gleich zweimal. Am Donnerstag, den 24.6., in der Mensa der TU Chemnitz auf der Reichenhainer Straße und am Dienstag, den 29.6., im Rahmen der Sommerwerkstatt.Komm auf dem Theaterplatz.
Bei beiden darf ich mir die Ehre geben, um zu sehen, ob die Poetry-Slam-Szene auch außerhalb des Weltechos Fuß fassen kann. Ich bin gespannt.
Kurzgefasst:
Poetry Slam im Juni
Do, 24.6., 20.30 Uhr, Neue Mensa auf der Reichenhainer Str.
Di, 29.6., 17.00 Uhr, Theaterplatz vor der Oper
Flattr ist vielleicht das System, das die Bezahlung von Online-Inhalten revolutioniert. Falls nicht, ist es zumindest ein Anfang. In einer Phase, in der Verlage mit dem Leistungsschutzrecht die Urheberrechte von Journalisten/Autoren immer weiter eingrenzen wollen, bietet eine Bezahllösung auf Basis freiwilliger Spenden der Leser/Konsumenten einen Ausweg. Zugegeben: neu ist der Gedanke nicht. ABER: Flattr ist einfach unkompliziert. Das ist der Vorteil. Im folgenden Video ist alles (einfach) erklärt:
Heute freue ich mich über den Gastbeitrag eines Autors, der so gar nicht dem Altersgefüge auf “Stadt hinter dem Horizont” entspricht: Rudi W. Berger. Trotz seines Alters ist er bei Poetry Slams aktiv und überzeugt das Publikum. Er gewann u.a. schon in Chemnitz und Mittweida. Zuletzt trat er bei der langen Campus-Lesenacht in der Neuen Mensa in Chemnitz auf.
Obwohl er Thüringer ist, verbringt er nicht nur bei Lesungen Zeit in Sachsen: sein Roman “Spitzenrausch” spielt in Plauen. - Frank Weißbach
Dichters Glück und Bürde
Du meidest meinen Vers?
Du magst ihn nicht, warum?
Er ist mein Gesicht
Ich hab’ ihm Sitten beigebracht,
nicht die vom Hund, der wedelt mit dem Schwanz.
Er kommt nach mir.
Er lässt sich nicht vernarren
und fürchtet keinen Tanz.
Leihe Lächeln,
schenk’ ihm Geistesblitze,
wenn er dich bittet,
seine Glut mit mir zu teilen.
Aber nein, du lächelst nicht.
Du brütest Eifersucht
und träumst mich von ihm weg,
damit ich dir die Füße wärme,
nachts, und deinen kalten Po.
Kriegst du denn nie genug
und meinst, ich sei aus Eis,
mich lockten weder Düfte noch deine Rose?
Dann frage meinen Vers,
obgleich ich weiß, er ist dir schnuppe.
Das hört sich komisch an, könnte man meinen, so wie (Sub-)Kultur und Chemnitz oder Jugend und Chemnitz in etwa. Ganz so komisch ist das allerdings gar nicht: Seit einiger - falls nicht gar geraumer - Zeit gibt es einige (junge) Autoren, die - auch wenn teilweise gerade erst von andernorts hergezogen - sich den Mythen angeblich gänzlicher Abwesenheit von Jugend und Kultur entgegenstellen. Ersterem durch ihre Anwesenheit, ferner in noch ungebrochenem Glauben, das, was sie (gelegentlich oder öfter) tun, könne etwas mit Letzterem zu tun haben.
Dieses einem Blog nicht ganz unähnliche Ding stellt ihre Projektionsfläche dar. Ein Klick auf ein Bild führt zu ihren Porträts.